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Was ist interaktives Video?

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Ihr habt bestimmt Black Mirror: Bandersnatch auf Netflix gesehen. Es hat das Konzept der interaktiven Serie eingeführt und wurde zu einem regelrechten Phänomen. Es ermöglichte uns, zu interagieren und unser eigenes Ende zu wählen, was uns einen vollständigen Bruch mit traditionellen Serien, Filmen und Videos verschaffte. Bis dahin war interaktives Storytelling nur beim Spielen von Videospielen möglich.

Seitdem experimentieren viele Serien und Marken damit und erzielen Ergebnisse, die für sich selbst sprechen. Es bietet Marketern einen völlig neuen Spielplatz, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen und sie zu binden. Aber was genau sind interaktive Videos, und wie könnt ihr sie mit minimalem Aufwand für eure nächste Marketingkampagne nutzen?

Was ist ein interaktives Video?

Ein interaktives Video ist wie ein Gespräch zwischen euch und dem Bildschirm, bei dem der Zuschauer nicht nur zusieht – er nimmt teil. Es ist ein Videoerlebnis, bei dem Klicken, Auswählen oder sogar Ziehen den Verlauf beeinflusst. Anders als herkömmliche Inhalte zum „Zurücklehnen und Zuschauen“ bringen interaktive Videos euch dazu, näher heranzurücken und aktiv zu werden.

Stellt euch vor, eure Kunden sind auf YouTube und schauen ein Video über ein Produkt. Und statt nur einen Verkaufspitch zu hören, klicken sie auf Hotspots, um die Funktionen zu erkunden, beantworten Fragen, die sie zur passenden Version für ihre Bedürfnisse führen, oder spielen sogar ein Minispiel, um einen Rabatt freizuschalten. Klingt spaßig, oder? 

Das ist der Reiz von interaktiven Videos – sie verwandeln das Publikum in aktive Teilnehmer.

Warum die Nutzung interaktiver Videos wichtig ist

In einer Welt, in der die Aufmerksamkeitsspannen mit denen eines Goldfischs konkurrieren (wir schauen euch an, Acht-Sekunden-Regel), sind interaktive Videos ein Hauch frischer Luft. Sie laden Zuschauer dazu ein, aktiv teilzunehmen, statt passiv zuzusehen. Aber glaubt uns nicht nur auf unser Wort – hier sind die Zahlen:

Interaktive-Video-Statistiken, die Bände sprechen

  1. Marketer sind sich einig, dass interaktive Inhalte ihre Marke von der Konkurrenz abheben.

  2. Unternehmen, die interaktive Videos nutzen, berichten von einer 300 % höheren Engagement-Rate im Vergleich zu herkömmlichen Videos.

  3. 43 % der Verbraucher bevorzugen interaktive Videos gegenüber traditionellen Formaten, was eine klare Nachfrage nach praxisnahen Inhalten zeigt.

  4. Für Mobilgeräte optimierte interaktive Inhalte erreichen 5-mal höhere Abschlussraten im Vergleich zu Desktop-Versionen.

  5. 93 % der Marketer sagen, dass interaktive Inhalte für die Aufklärung von Käufern effektiver sind als statische Formate.

  6. Interaktive Funktionen wie Quizze weisen eine Interaktionsrate von 62 % auf.

  7. Nutzer verbringen 3-mal mehr Zeit auf Seiten mit interaktiven Videos als auf Seiten mit statischen Inhalten.

Unterschied zwischen interaktivem Video, Interaktivität und linearem Video?

Lassen wir das in einfachen Worten aufdröseln, denn obwohl alles Videos sind, unterscheiden sie sich darin, wie sie genutzt werden können, um Zuschauer einzubinden, und in dem Zweck, für den sie erstellt werden.

1. Lineares Video

Ein lineares Video ist das klassische Erlebnis „Play drücken und zurücklehnen“. Stellt es euch vor wie eure Lieblingssitcom. Ihr könnt lachen, weinen oder den Bildschirm anschreien, aber nichts, was ihr tut, ändert, was als Nächstes passiert. Es ist eine Einbahnstraße, auf der das Video den Verlauf bestimmt. Ihr seid nur auf der Fahrt mit dabei, Umwege sind nicht erlaubt.

Ein Beispiel? 

Ein Produktdemo-Video, das von Anfang bis Ende ohne Pause oder Eingabe läuft. 

Nützlich?

Ja. 

Fesselnd? 

Naja, meist eher nicht.

2. Interaktivität

Interaktivität ist der Oberbegriff für alles, das euch zu einer Handlung einlädt. Dahinter stecken Quizze, anklickbare Bilder, Umfragen und Spiele. Wenn ein Inhalt interaktiv ist, gibt er euch ein Stück Kontrolle. Ihr könnt wischen, klicken oder Fragen beantworten.

Es ist, als würde man euch die Fernbedienung in die Hand drücken und sagen: „Hier, drück einfach irgendeine Taste, und etwas Cooles passiert.“ 

Aber Interaktivität an sich ist nicht speziell an Videos gebunden. Es ist eine Funktion, die auf viele Formate angewendet werden kann.

3. Interaktives Video

Ein interaktives Video ist der Punkt, an dem Interaktivität auf Storytelling trifft. Es ist wie ein lineares Video, das beschlossen hat: „Ich will mehr tun als nur unterhalten, ich kann sogar begeistern!“ 

Anstatt passiv zuzuschauen, könnt ihr die Erzählung aktiv mitgestalten, Optionen erkunden oder durch Interaktion lernen.

Stellt euch zum Beispiel ein Recruiting-Video für ein Unternehmen vor, in dem Mitarbeitende unterschiedliche Karrierewege wählen, indem sie auf Schaltflächen klicken, die verschiedene Jobrollen zeigen. Oder ein Koch-Tutorial, das Kundinnen und Kunden erlaubt, auf Zutaten zu klicken, um das Rezept beim Zuschauen zu personalisieren.

Einfach gesagt, der Unterschied zwischen ihnen ist:

  • Lineares Video ist traditionell

  • Interaktivität ist das Werkzeug,

  • und interaktives Video ist schließlich die Kraftzentrale, die beides zu einem Erlebnis vereint, das ebenso fesselnd wie einprägsam ist.

Ob ihr Zuschauer durch einen Produkt-Rundgang führt oder ihnen erlaubt, „erst testen, dann kaufen“ – interaktive Videos sind heute die Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu halten.

Elemente eines interaktiven Videos

Um ein interaktives Video zu erstellen, braucht ihr die richtigen Elemente, Kreativität und die passenden Tools, damit das Video wirklich bei der Zielgruppe ankommt. Also, was sind die Schlüsselelemente, die ein interaktives Video nicht nur funktional, sondern unvergesslich machen? Schauen wir uns die Must-haves an:

1. Anklickbare Hotspots

Anklickbare Hotspots sind wie Brotkrumen, die eure Zuschauer zu mehr Informationen oder neuen Abenteuern führen. Das sind interaktive Bereiche im Video – Schaltflächen, Icons oder Text –, auf die Zuschauer klicken können, um mehr zu erfahren, zu erkunden oder sogar eine Wahl zu treffen.

2. Entscheidungsbäume

Wolltet ihr schon einmal für einen Tag Regisseur sein? 

Entscheidungsbäume lassen euer Publikum entscheiden, was als Nächstes passiert. Das sind die „Wähle dein eigenes Abenteuer“-Pfade, bei denen Zuschauer Entscheidungen treffen, die die Geschichte oder das Ergebnis des Videos beeinflussen.

3. Gamification

Spiele sind nicht mehr nur zum Spaß da; die meisten Marken nutzen irgendeine Form von Spiel auf sozialen Kanälen wie Instagram, um mit Kunden zu interagieren. Zum Beispiel KFC Japan, das ein virtuelles interaktives Spiel gestartet hat, bei dem Nutzer virtuelle Garnelen angeln konnten, was die Ladenumsätze um 106 % steigerte. Gamification in interaktiven Videos könnte Quizze, Challenges oder Minispiele umfassen, die Zuschauer bei der Stange halten.

4. Personalisierte Inhalte

Interaktive Videos können Zuschauerdaten nutzen, um Inhalte in Echtzeit anzupassen. Das bedeutet, ihr liefert nicht einfach ein generisches Video aus; ihr schafft etwas, das maßgeschneidert wirkt.

Ein Fitnessanbieter könnte zum Beispiel im Video personalisierte Trainingsempfehlungen basierend auf Nutzereingaben wie Fitnesslevel oder Zielen anzeigen. „Hallo, Sarah! Hier ist dein individueller 15-Minuten-Trainingsplan.“ Cult fit hat das gemacht und konnte die Zahl der App-Nutzer erhöhen.

5. Interaktive Menüs

Interaktive Menüs ermöglichen es Zuschauern, zu erkunden, ohne zurückzuspulen oder vorzuspulen. Diese Menüs funktionieren wie ein Inhaltsverzeichnis innerhalb des Videos und bieten eine schnelle Navigation zu bestimmten Abschnitten.

Denkt an ein Koch-Tutorial, bei dem ihr direkt zum Dessertrezept springen oder die Schritte für die perfekte Sauce erneut abspielen könnt. Kein unnötiger Ballast, nur der Inhalt, den ihr wollt.

6. Feedback-Schleifen

Interaktive Videos enthalten oft Formulare, Umfragen oder Abstimmungen, in denen Zuschauer Feedback geben oder Entscheidungen treffen können. Dieses Element fördert die Verbindung und liefert wertvolle Einblicke für Creator.

Zum Beispiel könnten Zuschauer in einem Produktdemo-Video Funktionen bewerten oder Fragen einreichen, wodurch Marken besser verstehen, was am meisten ankommt.

7. Fortschrittsanzeigen

Fortschrittsbalken oder Zeitmarken zeigen den Zuschauern, wo sie sich im Video befinden und was noch zu entdecken ist. Diese Transparenz steigert das Engagement, indem sie dem Publikum Kontrolle über sein Erlebnis gibt.

Ein erfolgreiches interaktives Video integriert diese Elemente nahtlos, ohne den Zuschauer zu überfordern. Es geht nicht darum, jedes Feature hineinzupacken, sondern darum, ein Erlebnis zu gestalten, das intuitiv, fesselnd und wertvoll ist.

Ob anklickbare Hotspots als Wegweiser, Entscheidungsbäume, die Zuschauer zu Geschichtenerzählern machen, oder personalisierte Inhalte, die sie sich besonders fühlen lassen – die Magie liegt darin, wie diese Elemente zusammenwirken.

Arten interaktiver Videos

Wenn ihr informieren, unterhalten oder konvertieren wollt, gibt es für jeden Bedarf einen Typ interaktives Video. Hier sind die beliebtesten Arten:

1. Interaktives Storytelling

Dieser Typ setzt eure Zuschauer auf den Fahrersitz und lässt sie Entscheidungen treffen, die die Handlung formen. Perfekt für Unterhaltung, Schulungen oder Marken-Storytelling.

Zum Beispiel ein Recruiting-Video, in dem Kandidaten zwischen Szenarien wie „Mit einem schwierigen Kunden umgehen“ oder „Ein Teamprojekt leiten“ wählen. Ihre Entscheidungen führen sie durch passgenaue Inhalte, die ihre potenziellen Rollen zeigen.

2. Shoppable-Videos

Ihr habt sicher schon Amazons und Nykas Funktionen gesehen, mit denen ihr den Lippenstiftton an euch prüfen könnt, bevor ihr kauft. Oder auch die Funktionen von Lenskart, mit denen ihr Brillen virtuell anprobieren könnt. Zuschauer können auf im Video gezeigte Produkte klicken, um Details anzusehen, sie in den Warenkorb zu legen oder direkt zu kaufen.

3. Trainings- und E-Learning-Videos

Ihr könnt interaktive Videos für Schulungen oder Bildung erstellen. Das bindet Lernende ein, indem Quizze, Szenarien oder Entscheidungsbäume integriert werden, die Wissen und Fähigkeiten testen.

4. Produktdemos

Diese Videos ermöglichen es Nutzern, Funktionen, Spezifikationen und Vorteile eines Produkts praxisnah zu erkunden, ohne den Bildschirm zu verlassen. Ein Technologieunternehmen könnte zum Beispiel eine interaktive Demo für ein neues Smartphone erstellen, bei der Zuschauer die Funktionen entdecken, indem sie auf verschiedene Teile des Geräts klicken, etwa auf die Kamera oder den Prozessor.

5. Gamifizierte Videos

Gamification verwandelt Zuschauer in aktive Teilnehmer, indem Spiele, Challenges oder Wettbewerbe in das Videoerlebnis integriert werden. Ein Reiseunternehmen könnte zum Beispiel ein „Wähle dein Abenteuer“-Spiel erstellen, bei dem Zuschauer Quizfragen zu Reisezielen beantworten, um exklusive Reiserabatte freizuschalten.

6. Videos mit Pfadauswahl

Ähnlich wie beim interaktiven Storytelling konzentrieren sich diese Videos darauf, mehrere Wege innerhalb einer einzigen Erzählung anzubieten. Das ist eine wirkungsvolle Methode, Erlebnisse anhand der Interessen des Publikums anzupassen.

7. Feedback-gesteuerte Videos

Eine weitere großartige Möglichkeit, eure Kunden oder sogar eure Mitarbeitenden einzubinden, ist das Erstellen interaktiver Videos für Umfragen und Feedback. Diese Videos integrieren Abstimmungen, Umfragen oder Bewertungen und machen das Erlebnis interaktiv, während gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse gesammelt werden.

8. Simulierte Erlebnisse

Diese sind perfekt für Branchen wie Immobilien, Automotive oder Mode und bieten durch das Video ein fast reales Erlebnis. Ein Autohersteller könnte zum Beispiel ein Video erstellen, in dem Zuschauer virtuell das Innere eines Autos erkunden oder es auf einer landschaftlich schönen Strecke „Probe fahren“. Oder ein Immobilienunternehmen könnte interaktive Videos erstellen und sie in einen WhatsApp-Chatbot einbinden. Potenzielle Käufer können mit dem Chatbot interagieren und den gesamten Grundriss der Wohnung ansehen, die sie kaufen möchten.

Ikea und Amazon haben sie in ihre Anwendungen integriert und ermöglichen es Nutzern zu prüfen, ob die Möbel, die sie kaufen möchten, in ihrem Haus aussehen würden. 

Der Vorteil interaktiver Videos liegt in ihrer Flexibilität. Ob ihr Verkäufe ankurbeln, Mitarbeitende schulen oder eine fesselnde Geschichte erzählen wollt – es gibt eine Art interaktives Video, das passive Zuschauer in aktive Teilnehmer verwandeln kann.

Vorteile interaktiver Videos

Falls ihr euch immer noch fragt, was interaktive Videos so wirkungsvoll macht: Lasst uns euch noch ein paar weitere Gründe zeigen, warum ihr sie in eure nächste Marketingstrategie einbauen solltet. Schauen wir uns ihre herausragenden Vorteile an:

  • Sie steigern das Engagement, indem sie Zuschauer aktiv einbinden.

  • Diese Videos bleiben besser im Gedächtnis und sorgen dadurch für höhere Retention.

  • Sie helfen, die Conversion-Raten zu steigern und so einen höheren ROI zu erzielen, wie im Beispiel von Ikea.

  • Fördern eine interaktive Lernerfahrung für Studierende.

  • Verschaffen einen Wettbewerbsvorteil.

  • Helfen euch, Verbindungen zu euren Kunden aufzubauen.

  • Am besten: Sie fördern Mundpropaganda-Empfehlungen für eure Marken.

Warum sich mit Durchschnitt begnügen?

Interaktive Videos fesseln euer Publikum in einer digitalen Welt, die von Inhalten übersättigt ist. Durch die Kombination von Storytelling, Personalisierung und umsetzbaren Erkenntnissen schaffen sie Erlebnisse, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Also, egal ob euer Ziel ist, zu informieren, zu unterhalten oder zu verkaufen – interaktive Videos sind euer goldenes Ticket, um all das zu erreichen.

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